Minuszinsen für ALLE ab 2020?

Das zweitgrößte Geldhaus Deutschlands, die Commerzbank (siehe auch Artikel von Fondsprofessionell), hat vor wenigen Tagen mit der Einführung von Strafzinsen begonnen. Auch Privatkunden mit hohen Guthaben sollen voraussichtlich stufenweise, mit Minuszinsen belastet werden. Zuvor hatte bereits die Raiffeisenbank im Oberland mit Sitz in Bad Tölz oder die Stadtsparkasse München ein sogenanntes „Verwahrentgelt“ also Minuszinsen eingeführt. Dies gilt seither für liquide Vermögen von einer Million Euro oder nur für Neukunden. Aber man kann davon ausgehen, dass es dabei nicht bleiben wird.

Zahlen in Zukunft alle Privatanleger Strafzinsen?

Es sieht so aus, als würden nun flächendeckend alle Banken eine Gebühr auf Kontoguthaben ab einer bestimmten Grenze einführen und diese Grenze dann kontinuierlich senken. Vielleicht sind im nächsten Jahr bei vielen Banken nur noch 100.000 Euro Guthaben von einem Strafzins befreit und 2021 sinkt diese Hürde nochmals?

Was sind die Folgen von Minuszinsen für Privatanleger?

Dass Aktien, Anleihen, Immobilien und Gold in den vergangenen Jahren so massiv an Wert zugenommen haben, ist dabei kein Wunder! Und es wird so weitergehen, sofern Millionen von Kleinanlegern zusätzlich ihr Vermögen in diese Kapitalanlagen zuführen. Denn es ist davon auszugehen, dass sehr viele Menschen auf einen negativen Einlagenzins umgehend reagieren werden. Was sind die Alternativen?

Sie können ihr Geld bei der Bank abheben und zu Hause oder im Schließfach verwahren. Bei der zweiten Option fallen Schließfachgebühren an und durch die Inflation wird das Vermögen pro Jahr um ca. 1-3% entwertet.

Alternativ wird dann auf breiter Front in Geldanlagen, wie Aktien, Anleihen, Immobilien oder Gold investiert. Das führt zu massiven Kurssteigerungen, so dass die Werte immer teurer werden. Wer also wartet, bis die Minuszinsen auch bei ihm ankommen, hat nur noch eingeschränkte Anlagemöglichkeiten bzw. investiert zu enorm gestiegenen Preisen.

Reagieren Sie daher frühzeitig und überdenken Sie ihre bestehenden Vermögensanlagen. Wir unterstützen Sie dabei!

1. Ein Whiskyfassl als Anlageobjekt

Kauft man sich ein Fass Whisky, so verliert das im Schnitt jährlich ca. 2 % seines Inhalts. Das nennt man den „Angel‘s Share“. Zu Deutsch: Gib den Englein auch was ab und bring sie zum Fliegen 😊 Anders bei der Inflation. Hier bekommt man im Laufe der Jahre immer weniger für sein Geld. Denn einen großen Vorteil kann Whisky haben. Sofern es sich um ein edles Tröpfchen handelt, steigt der Wert des Fasses im Zeitverlauf an und ist trotz verringerter Menge mehr Wert.

Die “Sauerländische Edelbrennerei” bietet pro ca. 190 Liter Fass, garantierte 9 % Rendite bei drei Jahren Laufzeit. Danach kann das Fass abgeholt werden oder mit einem Aufschlag von 9% an die Brennerei zurück verkauft werden.

Den Preis pro Fass und mehr Informationen finden Sie unter: Website der Sauerländer Edelberennerei

Oder sehen Sie sich einen regionalen Produzenten, wie die Destillerie Schraml im bayrischen Erbendorf an: Zur Website der Brennerei Schraml

2. Betongold als Renditebringer

Viele Anleger investieren am Liebsten in Immobilien. Dabei ist das Angebot vielfältig. Es gibt einige Fonds oder ETF’s mit Aktien von Immobilienunternehmen im Bestand. Damit partizipiert man natürlich schon an positiven Entwicklungen am Immobilienmarkt, jedoch finden auch andere aktientypische Einflussfaktoren spürbaren Einfluss. So haben die Diskussionen über Mietpreisbremse, Mietendeckel und Co. sofort die Aktien der großen Immobilienfirmen wie Deutsche Wohnen, Patrizia, LEG usw. getroffen.

Anders ist das bei offenen und geschlossenen Immobilienfonds. Bei der offenen Variante, kann kontinuierlich investiert werden und es wird auch täglich ein Kurswert für den Anteil ermittelt. Ein Verkauf der Anteile ist dadurch in der Regel jederzeit möglich. Es gibt jedoch keine festen Zinszahlungen und es ist nicht garantiert, dass man seinen Kapitaleinsatz zum Zeitpunkt des Verkaufts zurück erhält.

Geschlossenen Immobilienfonds wie z. B. der ZBI 12, haben feste Laufzeiten und eine Frist, bis zu der investiert werden muss. Während der Anlagedauer von meist 5 -10 Jahren werden jährlich Zinsen ausgeschüttet und am Ende das gesamte Kapital zurückgezahlt. Sehen Sie hier mehr zu geschlossenen Immobilienfonds.

3. Digitale Vermögensverwaltung oder Neudeutsch: Robo-Advisor

Seit einigen Jahren hat sich ein neues Modell der Vermögensverwaltung etabliert. Anbieter wie Scalable www.scalable.capital oder Liquid www.liquid.de geben hier den Ton an. Statt einer Bedarfsanalyse und Risikoeinstufung durch einen persönlichen Berater, werden die relevanten Parameter über einen Online-Fragebogen erfasst und ausgewertet. Auf dieser Basis wird dem Anleger ein bzw. mehrere Anlagevorschläge unterbreitet.

Meist handelt es sich dabei um eine Wertpapierzusammenstellung aus ETF’s mit unterschiedlicher Gewichtung an Aktien und Anleihen, je nach Risikoneigung. Im Gegensatz zu Investmentfonds kann hier unmittelbar durch den Anleger eingegriffen werden und das Aktien/Anleihenverhältnis geändert oder bestimmte Branchen z. B. Automobilwerte ausgeschlossen werden.

Besonders gezielt kann bei der Online-Vermögensverwaltung Solidvest des Vermögensverwalters DJE Kapital AG vorgegangen werden. Hier wird eine große Auswahl an vorselektierten Aktien und Anleihen bereitgestellt, welche vom Analyseteam des Vermögensverwalters als besonders aussichtsreich bewertet werden. Der Anleger kann nun die Wertpapiere aus den Ländern oder Branchen auswählen, welche ihm zusagen oder der vorgeschlagenen Zusammenstellung folgen.

4. Tages- und Festgelder bei europäischen Banken

Über Jahrzehnte war das Tages- oder Festgeld die einfachste Geldanlage unter den sicheren Sparformen. Einfach kostenfrei ein Konto bei einer deutschen Bank oder Sparkasse eröffnet und dann die Zinsen für den festgelegten Zeitraum kassieren. Seit Beginn der Nullzinsen hat sich das geändert, was dazu geführt hat, dass unheimlich viel Geld unverzinst auf Sparkonten versauert. Alle, die an dieser Geldanlageform jedoch weiterhin festhalten und sich Zinsen erhoffen, sind gezwungen ihr Geld an nichtdeutsche Banken zu verleihen. Nur so, ist überhaupt eine geringe Verzinsung um einen Prozentpunkt möglich. In unserem Beitrag „Tages- und Festgelder bei nichtdeutschen Banken anlegen?“ haben wir kürzlich drei Anbieter verglichen.

Bei allen gelisteten Bankpartnern der Portale, gilt die gesetzliche Einlagensicherung von 100.000 Euro. Jedoch ist es gut nachvollziehbar, wenn man sein Kapital keinem Kreditinstitut leihen möchte, dass damit risikobehaftete Kreditpakete von anderen Finanzdienstleistern ankauft. Und leider sind es gerade diese Banken, welche die attraktivsten Konditionen bieten.

5. Inflationsschutz Gold

In 2019 hat der Goldpreis bislang um ca. 20% angezogen. Es sind verschiedenste Faktoren, welche Einfluss auf den Wert des Goldes haben. Neben Manipulationen durch Spekulanten und Notenbanken, spielen auch Unsicherheiten in der Weltwirtschaft und die steigende Verschuldung der Staaten eine große Rolle. Als deutscher Anleger ist auch insbesondere das Euro-Dollar-Verhältnis beim Kauf und Verkauf relevant, da Gold in Dollar gehandelt wird.

Es gibt diverse Möglichkeiten, um in Gold zu investieren. Besonders beliebt in Deutschland ist Xetra-Gold. Damit lassen sich Anteilsscheine kaufen, welche komplett mit physischem Gold besichert sind. Man kann diese täglich handeln und muss sich keine Gedanken über die Lagerung des Goldes machen. Es gibt jedoch auch keine Zinsen und man partizipiert nahezu 1:1 am Goldpreis. Alternativ und deutlich spekulativer sind Aktien von großen Goldförderern wie Barrick Gold aus Kanada. Steigt der Goldpreis, kann man bei Goldminenaktien von deutlich größeren Wertzuwächsen ausgehen, als beim Investieren in das Edelmetall selbst.

Ausführliche Informationen zu Xetra-Gold als Geldanlage finden Sie in unserem Beitrag “In Xetra-Gold investieren”.

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Was kann die Schleißheimer-Beratung besser als Ihre Bank?

Beispiel: Ein ETF (das ist einfach gesagt ein Wertpapier, dass einen Index wie z. B. den DAX nachbildet) erreicht häufig genauso gute Renditen wie aktiv gemanagte Fonds. Jedoch sind dessen Kosten deutlich geringer als die hohen einmaligen und laufenden Gebühren der Aktienfonds der großen Investmentgesellschaften wie Union Investment, Deka Investment, DWS und Co.

Fragen Sie mal ihre Bank nach einer Beratung zu kostengünstigen ETFs, welche vergleichbar sind zu den von der Bank aktiv angebotenen Aktienfonds. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden Sie keine professionelle Beratung zu ETF’s erhalten, da damit keine Vertriebsprovisionen zu erzielen sind.

Wir arbeiten mit einem festen Honorar und verdienen nicht durch intransparente Provisionen, welche aus der Vermittlung von Vermögensanlagen entstehen. Zudem agieren wir unabhängig von Konzernstrukturen, welche die Auswahl der angebotenen Finanzprodukte vorgibt.

Bald ist Weihnachten

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Hinweis: Es handelt sich hierbei um keine Anlageberatung und auch keine Empfehlung für konkrete Finanzprodukte. Die Informationen wurden nach besten Wissen recherchiert und in eigenen Worten wiedergegeben. Der Artikel erhebt keinen Anspruch auf Richtigkeit und die genannten Fakten können sich im zeitlichen Verlauf ändern. Es wird somit keine Haftung für jegliche Inhalte übernommen.