Wird es einen digitalen Euro geben?

Facebook plant nächstes Jahr eine eigene Kryptowährung, den Libra, einzuführen.

Anfang Juli hat Facebook angekündigt, eine eigene digitale Währung wie z. B. den Bitcoin einzuführen. Soweit bekannt gegeben, soll diese Kryptowährung durch einen Korb von erstklassigen Papierwährungen und kurzfristigen Staatsanleihen gedeckt werden. Aufgrund seiner Reichweite kann Facebook damit 2,7 Million Nutzer erreichen. Die Aktie von Facebook ist in den vergangenen Jahren sehr gut an der Börse gelaufen, was zu einer hohen Unternehmensbewertung und großem Vertrauen gegenüber dem Unternehmen geführt hat. Das wird sich voraussichtlich auch sehr positiv auf die Verbreitung des Libra auswirken. Müssen sich jetzt alle mit Bitcoins Sorgen um den Kurs machen oder wird es auch dem Bitcoin einen Schub geben?

Kann der Libra unser bisheriges Geldsystem verdrängen?

Ein grundsätzliches Problem der aktuellen Digitalwährungen wie Bitcoin, Litecoin und Co. ist deren Volatilität. Der Wert schwankt mitunter täglich um bis zu 5 Prozent. Für Geschäfte ist es nicht tragbar, wenn Sie ihre Preise dauernd anpassen müssen, um umgerechnet den angemessenen Preis für ihr Produkt oder Dienstleistung zu erhalten. Für Tankstellen mit ihrer flexiblen Preispolitik wird das wahrscheinlich kein Problem darstellen, aber ein Restaurant kann nicht dauernd neue Speisekarten drucken. Die große Frage ist, ob Facebook das mit dem Libra besser hinbekommt, um damit einen echten Zahlungsverkehr zu gewährleisten.

E-Geld von Zentralbanken

Vielleicht sollten Digitalwährungen auch von den Zentralbanken ausgegeben werden und damit den ursprünglichen Charakter einer unabhängigen, dezentralen Währung verlieren. In Ländern wie Schweden, wo bargeldloses Zahlen sehr verbreitet ist, gibt es einen ersten Vorstoß. Die Reichsbank in Stockholm arbeitet bereits an einer eigenen Kryptowährung. Wenn das Konzept in der Praxis funktioniert, könnte das von der EZB für den Euro adaptiert werden. Wenn die EZB damit die gesamte Macht über die Geldschaffung hat wäre die Gefahr von Banken- und Staatsschuldenkrisen gebannt. Dieser Machtzuwachs der Zentralbanken birgt aber auch Nachteile. So wäre es an der Einschätzung der Zentralbanken gelegen, zu wissen, wie viel Geld und Kredit die Menschen brauchen. Zudem hinterlassen digitale Währungen ihre Spuren und lassen sich nicht so anonym wie Bargeld handhaben.

Wie man sieht, entwickeln sich die digitalen Währungen kontinuierlich weiter und sind bei Weitem nicht tot, auch wenn es um den Bitcoin deutlich ruhiger geworden ist. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich in den nächsten Jahren neue Lösungen auf den Markt kommen, welche den Zahlungsverkehr und das gesamte Geldsystem nachhaltig verändern wird.

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Auch trotz solcher revolutionärer Veränderungen müssen Sie sich nicht sorgen!

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